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Lust und Frust oder Vom Elend der Mehrheit

Die SPD Erfurt stimmt gegen eine Beteiligung aller Mietglieder, auf ihrem Parteitag am 23.03.2011. Nachdem eine große Mehrheit dem Änderungsantrag für eine Vollversammlung zustimmte und anschließend die Satzung an der 2/3 Mehrheit scheiterte. Macht alles nichts! Wir sind weiter da und wollen weiter mitentscheiden, nicht nur mit reden! ZUsammen ist unser war uns ist unser Motto. Zusammen entscheiden!
Für den allgemeinen Genuss folgt nun ein Text des SPD-Stadtrat Wolfgang Beese. Gefunden auf spd-erfurt.de

Ein Mittwochabend im März, nach einem sonnigen, belebenden Frühlingstag. Mitgliederversammlung des SPD-Kreisverbandes in einer Aula im Erfurter Norden. Hauptthema des Abends: Eine neue Satzung, eingereicht vom Kreisvorstand. Dazu einige Änderungsanträge. Deren wichtigster: „Er (der Parteitag-W.B.) findet als Vollversammlung aller stimmberechtigten Mitglieder des Kreisverbandes statt.“, eingereicht von den Jusos. Ähnlich der vom OV Altstadt: „Der Kreisparteitag findet als Mitgliedervollversammlung statt.“ Eine Debatte mit Tradition in unserem Kreisverband. Fünf Jahre zuvor gab es den gleichen Antrag schon einmal.
Es war eine Lust, an dieser erfrischenden Diskussion zum Thema Mitgliederversammlung vs. Delegiertenkonferenz teilzunehmen. Es war eine Lust, die ideenreichen Einlassungen der jungen Leute zu hören, manche von ihnen nicht einmal 20 Jahre alt. Keine Spur von Politikverdrossenheit. Die wollen mitwirken, mitgestalten und mitreden können.

Es war eine Lust, die volle Aula zu sehen. 179 Männer und Frauen. So viele Erfurter SPD-Mitglieder waren wohl seit 20 Jahren nicht mehr zusammengekommen. Fast ein Drittel aller Mitglieder dieser Partei in unserer Stadt. Und das bei einem gar nicht so günstig gelegenen Termin.

Basisdemokratie ist Pflicht für die SPD!

Jusos fordern mehr Basisdemokratie in der SPD ein

Auf dem morgigen Kreisparteitag der SPD Erfurt setzen sich die Erfurter Jusos erneut für mehr Basisdemokratie innerhalb der Partei ein. Sie haben aus diesem Grund einen Antrag eingebracht, der vorsieht, dass die Kreisparteitage der SPD grundsätzlich als Vollversammlung tagen. Damit ist allen Mitgliedern die Möglichkeit gegeben sich aktiv in die Meinungsbildung der Partei einzusetzen.
„Spätestens seit der letzten Bundestagswahl und dem darauf folgenden Bundesparteitag in Dresden wissen wir, dass inhaltliche Entwicklung nicht ohne die Mitglieder geht“, so Elisa Krummrich, Sprecherin des SPD-Nachwuchses. „Wir sind es, die die Ziele der SPD im Wahlkampf auf der Straße verteidigen müssen und dann wollen wir auch mitentscheiden können“, Elisa Krummrich weiter.
Darüber hinaus setzen sich die Jusos weiterhin für die inhaltliche Erneuerung der Partei ein. Mit Anträgen zur Finanzierung der Kommunen, mehr Teilhabe für Kinder und Jugendliche sowie einen Kurswechsel in der Arbeitsmarktpolitik zeigen sie auch in diesem Jahr das sie inhaltlich breit aufgestellt sind.

UPDATE: Trotz einer großen Mehrheit für eine Vollversammlung wurde die Satzung leider nicht geändert. Somit wird der nächste Kreisparteitag wiederum als Delegiertenversammlung statt finden.