Kategorie-Archiv: Freiräume

Lesegarten – 4 Tage Kultur – ein voller Erfolg!

Lesegarten 3Am vergangenen Wochenende veranstalteten die Jusos Erfurt und ihre Partnerinnen und Partner, u.a. die DGB-Jugend, den mittlerweile fünften Lesegarten – Donnerstag bis Freitag am Berliner Platz und Samstag und Sonntag auf der Lutherwiese. Ziel des Lesegartens ist es einen Platz zum Erleben und Verweilen zu schaffen, kulturelle Angebote an interessanten Orten zu ermöglichen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

Das Projekt gibt es seit 2010 und wird jährlich von den Erfurter Jusos und vielen Partnerinnen und Partnern organisiert. Zur Eröffnung am Donnerstag gab es Texte und Musik von der Weimarer Band Schachtelmund. Am Samstag erlebten die Lesegartenfreunde und Freundinnen die öffentliche Filmvorführung von „Flüstern und Schreien – ein Rockreport“ über die Jugendkultur in der DDR und am Sonntag führten wir Seminare sowie bspw. eine Diskussion über Klassismus (Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft) mit dem bekannten Autor Andreas Kemper, der sonst eher für seine Reportagen über rechte Bewegungen und den Rechtspopulismus der AfD, bekannt ist, durch.

Lesegarten 1Großes Highlight des diesjährigen Lesegartens war am Freitag das sogenannte Hate-Poetry, eine Leseveranstaltung bei der Politikerinnen und Politiker humoristisch Hass-Mails vorlesen, die regelmäßig bei ihnen im Posteingang landen. Moderiert wurde diese Veranstaltung von Andreas in der Au, der ein bekannter Poetry-Slammer ist und mit seiner Veranstaltungsreihe „High Slammer“ regelmäßig Thüringerinnen und Thüringer zum Lachen bringt. Den Hass-Mails von Bundestagsabgeordneten Carsten Schneider, dem Innenminister Holger Poppenhäger, der Linken-Landesvorsitzenden Susanne Hennig-Wellsow, der grünen parlamentarischen Geschäftsführerin Madeleine Henfling, der Linken-Sprecherin für Antifaschismus und Netzpolitik Katharina König und dem Autor Andreas Kemper lauschten zuletzt über 120 Bürgerinnen und Bürger, während der Russische Hof für Getränke und Essen sorgte und der Afrikanisch-Deutsche Verein für die musikalische Untermalung den Lesegarten bereicherte.

Lesegarten 2Justin Witzeck, Sprecher der Jusos Erfurt und Pressesprecher der SPD Erfurt dazu: „Wir möchten uns bei allen Gästen, Freundinnen und Freunden und den ehrenamtlichen Organisatorinnen und Organisatoren für diese tolle Veranstaltung bedanken. Der Lesegarten lebt davon, dass viele Menschen ihre Freizeit aufopfern, um Kultur an ungewohnte Orte zu holen und das ist nicht nur schön, sondern auch anerkennenswert.“

Auch im nächsten Jahr werden die Jusos Erfurt natürlich wieder einen Lesegarten veranstalten. ,,Der genaue Veranstaltungsort ist noch nicht bekannt! Deshalb sind wir für Anregungen und Vorschläge sehr dankbar, um Erfurter Plätze erlebbarer, kultureller und vor allem bunter zu gestalten!“, so Natalja Scharonin. Auf jeden Fall wird es wieder einen Hate-Poetry geben, denn die Veranstaltung hat eingeschlagen und das Format hat sich bewährt.

Der Lesegarten 2015 ist ein Kooperationsprojekt der Jusos Erfurt mit: Der Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt, SJD-Die Falken, Highslammer e.V., CVJM e.V., MitMenschen e.V., das Projekt Thinka, Radio F.R.E.I., Jakob von Weizsäcker (SPD MdEP), Jusos Thüringen, Naturfreundejugend, LEiV – Linke Einheit in Vielfalt, Kulturverein Mesopotamien e.V., Evangelische Kirchengemeinde Martini-Luther in Erfurt, AJZ Erfurt, DGB-Jugend Erfurt, DGB Erfurt, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße u.v.a.m.

Der Jugend eine Stimme geben. SPD Erfurt stellt Jusoduo auf die Stadtratsliste zur Kommunalwahl.

Am vergangenen Samstag wurden die Stadtratskandidaten der Erfurter SPD nominiert.

Auf die Liste haben es auch mehrere Junggenossen geschafft. Als Spitzenkandidat der Jusos, mit Platz drei auf der Liste, geht der 22-jährige Fachoberschüler Kevin Groß ins Rennen.
Kevin Groß zu seiner Wahl: „Ich möchte für ein soziales Erfurt kämpfen und der Jugend eine Stimme geben, indem wir als SPD den Ausbau an Beteiligungsstrukturen für junge Menschen weiter voranbringen“.

Der 22-jährige Student Justin Witzeck, welcher es auf den 50. Platz schaffte, gibt sich kämpferisch. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, vor allem die Stadtentwicklung im Sinne der Jugend zu gestalten. Dazu meint Witzeck: „Natürlich soll Erfurt weiter wachsen und die Infrastruktur gestärkt werden. Dabei müssen wir aber neben Arbeitsplätzen immer auch an die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bürger und Bürgerinnen denken. Die Menschen brauchen bezahlbaren Wohnraum, gute Schulen und kulturelle Angebote.

Beide Kandidaten sind sich einig: „Erfurt muss für alle Menschen erlebbar sein. Unabhängig ihrer finanziellen Situation hat jeder und jede ein Recht auf Teilhabe an der Stadt!“

„Pfand gehört daneben“ und die Idee vom Sozialismus

Wir Jusos Erfurt haben uns dazu entschlossen, die Kampagne „Pfand gehört daneben“ aktiv zu unterstützen und in Erfurt populär zu machen.

„Pfand gehört daneben“ versucht mit einfachen Mitteln das Leben von Pfandsammlerinnen und Pfandsammlern zu erleichtern. Mit einfach gebastelten Pfandkisten und Pfandringen wird der Verletzungsgefahr vom Pfandsammeln vorgebeugt. Denn schnell verletzen sich Pfandsammlerinnen und Pfandsammler beim unwürdigen „Kramen“ im Müll. Ein schöner Nebeneffekt der Kampagne ist, dass gleichzeitig bei der Mülltrennung geholfen wird und die Mülleimer nicht mehr so schnell vor dem Überquellen stehen. Gerade in der Sommerzeit ist der meiste Müll, welcher in den Eimern liegt, der Pfand von der Einen oder dem Anderen.

Wir sehen in der Kampagne eine ganz praktische Möglichkeit um uns mit den Menschen zu solidarisieren, welche tagtäglich Pfandflaschen sammeln müssen. Deshalb beteiligen wir uns beim Bau und Aufhängen der Pfandkisten in der Erfurter Innenstadt mit der Kampagne „Pfandsozialismus“.

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„Pfandsozialismus“ – alles für alle?

Im Selbstverständnis eines emanzipatorischen Richtungsverbandes innerhalb der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands streiten wir für eine sozialistische Gesellschaft in der jeder und jede die gleichen Chancen auf Bildung, Selbstverwirklichung und ein gutes Leben hat. Die Kampagne ist für uns ein ganz kleiner Beitrag für eine gelebte sozialistische Idee. Mit ganz geringen Mitteln können wir das Leben von Menschen beeinflussen und auf gesellschaftliche Missstände hinweisen, die unserer Meinung nach einer gravierenden Veränderung zu Gunsten aller bedürfen. Das Ziel unserer Idee ist die Überwindung von Verhältnissen, in denen Menschen dazu gezwungen sind, ihre Existenz mit unwürdiger Arbeit zu verbessern und allgemein zugunsten von Profiten ausgebeutet werden. Pfandsammlerinnen und Pfandsammler sind für uns ein tagtäglicher Beweis, dass in dieser Gesellschaft etwas falsch läuft. Deswegen wollen wir mit dieser Kampagne ein Bewusstsein dafür schaffen, dass sich etwas ändern muss, aber auch wie es sich ändern muss. Wir brauchen politische Reformen, die uns möglichst schnell, nachhaltig und effektiv an das Ziel einer gerechten Welt für alle bringen!

 

„Lesegarten“ und „Pfand gehört daneben“ auf der CeleBRACHE

17. August 2013

Am 17.08.2013 haben wir JungsozialistInnen unseren Teil zum Kunst-, Kultur- und Freiraumfestival „CeleBRACHE“ in der Hans-Sailer-Straße 79 im Erfurter Norden beigesteuert.

Die Brachfläche wurde durch die Freundinnen und Freunde von „Ladebalken e.V.“ für einen Tag zur Spiel- und Erlebniswiese. Engagierte junge Menschen haben die Fläche begehbar gemacht, um Kunst und Kultur für einen Tag einen Raum zu geben. Viele tolle Initiativen haben hier ihre Projekte vorgestellt.

Wir haben uns mit dem Projekt „Lesegarten“ und „Pfand gehört daneben“ beteiligt.

Lesegarten:
Im Rahmen des Festivals haben wir für die BesucherInnen mit Liegestühlen, Decken und Büchern eine kleine Oase zum Erleben und Verweilen geschaffen. Lesedurstige konnten bei uns schmökern, vorlesen oder sich einfach ausruhen und unterhalten. Dank der Stadtbibliothek der Stadtverwaltung Erfurt konnten wir viele interessante Bücher bereitlegen. Dadurch ist bei der Einen oder dem Anderen ein neuer Schatz in die Hände gefallen, der auch gleich behalten werden konnte. Als Gastvorleserin trat bei uns Frau Platzdasch auf, die sich wie schon beim letzten Lesegarten als echte Überraschung entpuppte. Sie laß eine Stunde lang aus den Büchern ihres Großvaters vor. Gespannt lauschten viele den Geschichten aus einer Zeit von Umbruch und Aufbruch in der ArbeiterInnenbewegung und dem gewerkschaftlichen Leben der ArbeiterInnenklasse. Gefesselt waren wir von den Erinnerungen an die Anfänge der Organisierung der Arbeiterinnen und Arbeiter – von gemeinsamen Aktionen, Wanderungen, Lesekreisen und vielem mehr.

Pfand gehört daneben:
Als ob das nicht genug wäre, haben wir uns zudem noch mit einem zweiten Projekt beteiligt. Gemeinsam mit den InitiatorInnen vom Erfurter Ableger von „Pfand gehört daneben“ und den anwesenden BesucherInnen haben wir Pfandkisten gebaut und über die Kampagne diskutiert. Ein paar Pfandkisten wurden sogar direkt von BesucherInnen mitgenommen, um sie an die Laternen im Erfurter Norden zu hängen.