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Interview von Kevin Groß bei der Local Times Erfurt

Die Local Times Erfurt war letzten Donnerstag nach der Juso-Sitzung auf ein Bier mit unserem Spitzenkandidaten im Double B.

Kevin Groß bei Radio F.R.E.I.

Heute war unser Spitzenkandidat bei Radio F.R.E.I. und hat mit Carsten Rose über Piefigkeit, Stadtentwicklung, Kultur und Nazis gesprochen – Gute Musik gabs natürlich auch.

SKANDAL: JU wirft Jusos „unfairen Wahlkampf“ vor – Jusos werfen zurück!

In einer Pressemitteilung wirft die Kaderschmiede der Erfurter CDU den Jusos einen „unfairen Wahlkampf“ vor, da ein Plakat ihrer Spitzenkandidatin mit einem Aufkleber der Jugendorganisation überklebt wurde.  

Die Junge Union werbe ihrerseits für einen „fairen Wahlkampf“.

Kevin Groß, Spitzenkandidat für den Stadtrat meint dazu: „Auch wir werben für einen fairen Wahlkampf. Am liebsten für einen Wahlkampf voller Argumente und nicht im Stile der plakativen Angstmache.“

FotoEr verbitte sich dabei den Vorwurf der JU, dass die Jusos ihren Wahlkampf unfair bestreiten und erinnere an die derzeitige Kampagne, der Jungen Christdemokraten, unter dem Motto „Stoppt die rot-rote KREISsäge“ und die Angstmache gegen Bodo Ramelow (Linkspartei) im Landtagswahlkampf 2009.

„Wer Wahlkampf in Form von altbackenen Roten-Socken Kampagnen betreibt, sollte sich vielleicht erstmal an die eigene Nase fassen, bevor er oder sie anderen vorwirft ’sie seien unfair‘.“

Zur eigentlichen Sache meint Kevin Groß, dass „die Aufkleber aufgrund unserer guten Netzwerke im Jugendbereich fast überall dort ausliegen, wo junge Menschen unterwegs sind.“ Natürlich möchte er nicht, „dass die Aufkleber für Plakate verschwendet werden, an die sich nach der Wahl niemand erinnern kann“ und entschuldigt sich für  solch undemokratisches Verhalten.

„Wir Jusos ermutigen nunmal junge Menschen aktiv Politik zu betreiben und das gerne auch unkonventionell. Vielleicht wollte die JU auch mal in die Presse und hat dafür unsere Aufkleber benutzt.“

Abschließend ist Justin Witzeck, Juso-Kandidat auf Listenplatz 50, der Meinung: „Die Aufregung der JU zeigt ihre Unfähigkeit, sich inhaltlich zu positionieren. Angesichts des Programms der CDU, das größtenteils von der SPD abgeschrieben ist, ist das aber nicht verwunderlich.“

Anm.: Nachfolgend möchten wir euch noch mal auf die krude Panikmache der JU im Landtagswahlkampf 2014 hinweisen. 

Das sagenumwobene Plakat der CDU aus dem Landtagswahlkampf 2009, welches einem Plakat der NPD gleicht findet ihr hier.

Hier gibts den Artikel, der in der Thüringer Allgemeinen vom 19.04.2014 erschienen ist:

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Wir wollen mehr Kultur für alle – Stadtrundgang der Jusos zu Graffiti und Streetart war ein voller Erfolg!

Am Freitag haben die Erfurter Jusos zusammen mit jungen Akteuren der Erfurter Kunstszene einen Stadtrundgang

veranstaltet, bei dem ein Auge auf die kleinen und großen urbanen Kunstwerke der Stadt geworfen wurde.

Graf 003„Es war eine tolle Möglichkeit die Stadt mit neuen Augen zu sehen und einen ganz anderen Blickwinkel auf den

öffentlichen Raum zu bekommen.“ meint Kevin Groß.

Beschäftigt haben sich die Jusos nicht nur mit den vermeintlichen Schmierereien an Wänden, sondern auch mit

legalen Kunstprojekten, wie bspw. an der Schmidtstedter Straße sowie den Freiräumen für junge Menschen wie dieehemalige Galerien 7a und b. Kevin Groß, Spitzenkandidat der Jusos, meint dazu: „Es ist in Erfurt noch viel zutun, um jungen Menschen Perspektiven zu ermöglichen, aber das gilt es anzugehen.

„Seiner Meinung nach brauchen junge Menschen dafür auf jeden Fall „mehr kulturelle Freiräume um Partizipation zu erleben und Erfurt gestalten zu können“.

Justin Witzeck ergänzt dazu: „Der CDU-Fraktionsvorsitzende und

Generationenbeauftragte Michael Panse stellt sich werbewirksam

auf den Anger stellt, um Sprühkreide zu entfernen und spricht von ‚Wildwuchs‘.

Wir Jusos versuchen, auch ein gewisses Verständnis für lokale

Künstlerinnen und Künstler aufzubringen, die nicht in Galerien

stattfinden.

Der große Zuspruch unserer Stadtführung zeigt, dass es ein

großes Interesse an Subkultur gibt, die sich – wie jede Kunst – nicht auf den ersten Blick selbst erklärt.

Es ist aber nie zu spät, seinen Horizont zu erweitern.

Vielleicht möchte ja die CDU-Fraktion das nächste mal mit dabei sein.

Wir Jusos müssen für mehr Kultur für alle und unabhängig vom Geldbeutel streiten!“

Der Jugend eine Stimme geben. SPD Erfurt stellt Jusoduo auf die Stadtratsliste zur Kommunalwahl.

Am vergangenen Samstag wurden die Stadtratskandidaten der Erfurter SPD nominiert.

Auf die Liste haben es auch mehrere Junggenossen geschafft. Als Spitzenkandidat der Jusos, mit Platz drei auf der Liste, geht der 22-jährige Fachoberschüler Kevin Groß ins Rennen.
Kevin Groß zu seiner Wahl: „Ich möchte für ein soziales Erfurt kämpfen und der Jugend eine Stimme geben, indem wir als SPD den Ausbau an Beteiligungsstrukturen für junge Menschen weiter voranbringen“.

Der 22-jährige Student Justin Witzeck, welcher es auf den 50. Platz schaffte, gibt sich kämpferisch. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, vor allem die Stadtentwicklung im Sinne der Jugend zu gestalten. Dazu meint Witzeck: „Natürlich soll Erfurt weiter wachsen und die Infrastruktur gestärkt werden. Dabei müssen wir aber neben Arbeitsplätzen immer auch an die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bürger und Bürgerinnen denken. Die Menschen brauchen bezahlbaren Wohnraum, gute Schulen und kulturelle Angebote.

Beide Kandidaten sind sich einig: „Erfurt muss für alle Menschen erlebbar sein. Unabhängig ihrer finanziellen Situation hat jeder und jede ein Recht auf Teilhabe an der Stadt!“

CDU Thüringen fischt am rechten Rand – ach, schon wieder Landtagswahl?

Die KümmererIn einem Artikel des Spiegel bringt Mike Mohring, seines Zeichens Fraktionsvorsitzender der Thüringer CDU im Thüringer Landtag, mal wieder ein paar krude Ideen vor, um die Thüringer CDU konkurrenzfähig mit der nationalliberalen AfD zu machen.

So fordert er beispielsweise mit anderen Thüringer Christdemokraten „einen harten Kurs gegen die Einwanderer aus Osteuropa“. Auch einen Beitrittstopp für die EU bringt der Christdemokrat ins Spiel, der im Landtag auch gern mal eine schwarz-rot-goldene Krawatte trägt und sich selbst als Patriot bezeichnet.

Mike Mohring greift damit, die im hohen Maße rassistisch geführte Debatte der CSU auf und versucht mit seinen Äußerungen schon mal ein paar Stimmen aus dem Rechten Lager für die diesjährige Landtagswahl zu ergattern.

Mohring’s Aussagen spiegeln nicht wieder, dass er sich um die Sorgen und Ängste der Thüringerinnen und Thüringer kümmert, sondern das er einzig  die Ressentiments der Mehrheitsgesellschaft gegenüber Zuwanderern wieder mal ausnutzt, um auf billigste Art und Weise Hetze gegen die europäische Solidarität und Zuwanderung zu betreiben. Die Antwort auf Zuwanderung darf nicht eine schärfere Einwanderungspolitik sein, vielmehr muss die Antwort Hilfestellung gegenüber den Zuwanderern und Hilfe für die Herkunftsländer sein, um die Situation der Menschen zu verbessern und eine Lebenswirklichkeit schaffen, in der Menschen nicht mehr fliehen müssen!

Was eigentlich verstanden und bekämpft werden müsste, ist die Ökonomie der Armut und das gelingt Mohring nicht einmal im Ansatz.

Kevin Groß von den Erfurter Jusos meint dazu: „Mike Mohring hat wieder einmal seine Maske fallen lassen und zeigt sein nationalistisches Gesicht. Wieder will er unter dem  Deckmantel des Kümmerers Stimmen am rechten Rand der Gesellschaft sammeln. Genau dasselbe macht auch die NPD…“

2013 – War da was?

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns, ein paar Eindrücke möchten wir Euch aus Sicht der Jusos Erfurt näherbringen.


Keinen Meter den Nazis am Tag der Arbeit in Erfurt

Auch dieses Jahr hieß es leider oftmals wieder mobil machen gegen Nazis und Rassisten. An vielen Demonstrationen, Aktionen und Kundgebungen haben wir Jusos Erfurt dieses Jahr in den Bündnissen mitgewirkt um keine Naziaktion unbeantwortet zu lassen.

Exemplarisch sei hier der 1. Mai genannt, an diesem die Nazis eine „Großdemonstration in Mitteldeutschland“ organisieren wollten und nach mickrigen 200 Metern von Bürgerinnen und Bürgern durch Sitzblockaden sowie vielfältige Aktionen gestoppt wurden. Zusammen mit vielen Einzelpersonen, Jugendverbänden, Parteien und Gewerkschaften haben wir Jusos Erfurt dabei aktiv bei der Organisation der Anti-Nazi Proteste im Rahmen des Bündnisses „Keinen Meter“ mitgewirkt und unseren Teil beigetragen.

Den Erfolg, den wir am 1. Mai gemeinsam feiern konnten, war nur möglich durch die vielen Menschen die sich aktiv in die Planung im Vorhinein einbrachten, aber auch durch die Menschen die am Tag selbst Gesicht zeigten und den Nazis den Weg versperrten.

Dafür möchten wir natürlich allen Freundinnen und Freunden, als auch euch Genossinnen und Genossen danken, denn der 1. Mai in Erfurt hat gezeigt – „Erfurt kann was und hat keinen Bock auf Nazis!“

 

Lesegarten, CeleBRACHE und Pfand gehört daneben

Auch dieses Jahr führten wir unseren Lesegarten fort und versuchten erstmals mit dezentralen Aktionen Orte zum Verweilen und Lesen zu schaffen. Im Maislabyrinth beispielsweise stellten wir unsere Liegestühle auf, legten den Rollrasen aus und konnten viele Menschen mit den mitgebrachten Büchern begeistern. Auf dem Anger haben wir zusammen mit den Genossinnen und Genossen vom Bundesverband eine Spielwiese rund um den Juso-Bus aufgebaut. Aber auch auf der „CeleBRACHE“, einem Freiraumfestival, konnten wir die Besucherinnen und Besucher begeistern, neben der Lesung von Beate Platzdasch konnte man bei uns Pfandkisten bauen, um sie im Nachhinein in der Stadt aufzuhängen. Diese Aktion haben wir dieses Jahr zusammen mit Freundinnen und Freunde sowie den Leuten von „Pfand gehört daneben“ hochgezogen und momentan arbeitet sogar die Stadtverwaltung an der Umsetzung der Aktion in Erfurt.

 

Bundestagswahlkampf und Mitgliederentscheid

Im Bundestagswahlkampf waren neben Genossinnen und Genossen der SPD auch oftmals die engagierte Juso HSG und wir Jusos Erfurt von Tür zu Tür gezogen. Dabei wurde vor allem für die sozialdemokratische Idee einer gerechten Gesellschaft geworben. Auch an betreuten Infoständen ging man mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch.

Natürlich war der Ausgang der Bundestagswahl ein unbefriedigendes Ergebnis, vor allem für Thüringen gewesen. Wir hätten uns im Anschluss mehr Verantwortungsbewusstsein von der Bundes- und Landesspitze gewünscht, anstatt beispielsweise die Fehler im Wahlprogramm oder bei dem Verhalten der Wähler und Wählerinnen zu suchen.

Aber wir freuen uns darüber, dass es einen Mitgliederentscheid über den Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD gab. Hier hat die SPD einen demokratischen Meilenstein in der Parteienlandschaft gesetzt.

Daneben wollen wir auch festhalten, dass die SPD durch den Wahlkampf bei den Bürgern und Bürgerinnen angekommen ist. Doch darf es nicht dabei bleiben, dass die Sozialdemokratie nur bei „Wahlen vor der Türe steht“. Das Interesse vieler Menschen wurde geweckt, jetzt heißt, dass man Vertrauen aufbauen und gewinnen muss. Insbesondere darf die intensive Auseinandersetzung mit den Bürgern und Bürgerinnen keine Wahlkampfaktion bleiben. Dann wird die Sozialdemokratie vielleicht auch wieder zur einen sozialen Bewegung werden.

 

Apropos nächstes Jahr ?

2014 heißt es für uns Jusos Erfurt weiter für die Idee des demokratischen Sozialismus zu kämpfen und die Menschen dafür zu gewinnen. Wir wollen zudem versuchen mit eingesessenen Jugendverbänden und Vereinen ins Gespräch zu kommen. Außerdem stehen uns drei Wahlen im neuem Jahr bevor:

 

Mehr Europa!

Bei der Europawahl gilt es für eine linke Mehrheit in Europa zu kämpfen, die eine solidarische Politik durchsetzt, endlich Schluss mit der Festung Europa macht und Rechtspopulismus eine Absage erteilt!

 

Linkes Bündnis in Erfurt verteidigen!

Im Kommunalwahlkampf werden wir dafür kämpfen, dass wir das rot-rot-grüne Bündnis unter SPD-Führung weiter auszubauen, eigene Akzente in der Stadtpolitik setzen und die NPD aus dem  Stadtrat zu schmeißen!

 

Endlich Politikwechsel!

Schluss mit dem Stillstand und endlich einen Politikwechsel – denn es Zeit für eine linke Regierung in Thüringen.

 

Frohes Neues !

Wir möchten Euch allen für Eure tolle Arbeit in diesem Jahr danken und freuen uns auf schon auf das nächste Jahr mit Euch!

Uschi Glas: Besuch uns in Erfurt!

Liebe Uschi,

bei Markus Lanz sagtest du, wir Ostdeutschen seien nicht qualifiziert genug, um einen Lohn von mindestens 8,50 Euro zu verdienen. Das können wir uns nur so erklären, dass du Ostdeutschland und seine Bevölkerung nicht kennst. Wir möchten dich mit dieser Petition dazu einladen, das zu ändern. Besuch uns doch mal! Es wird super.

Ich kenne ein paar sehr nette Leute hier in Erfurt. Wir alle freuen uns auf dich.

Nun – Du wirst sagen, „nett sein allein reicht nicht, um 8,50 Euro zu verdienen.” Da hast du Recht!

Wir organisieren ein ganzes Wochenende für dich. Wir möchten dich von einer Gastronomiefachkraft mit unseren Thüringer Spezialitäten bedienen. Wir bieten auch gerne an, dass eine Kosmetikfachkraft dich zu Pflegeprodukten berät und dass eine Friseurfachkraft deine Haare macht. Vielleicht hast du auch Interesse, die vielen Kita-Erzieher und -erzieherinnen kennen zu lernen. Bei einem Ausflug nach Jena können dir die fleißigen Mitarbeiter dort viel zu Optik erzählen. Und abends können Hotelfachkräfte dafür sorgen, dass du einen geruhsamen Schönheitsschlaf hast.

Das alles wird dich nichts kosten – du musst schon so genug Steuern zahlen. Du brauchst am Ende nur allen Beteiligten zu sagen, ob ihre Arbeit nun mehr oder weniger als 8,50 Euro wert war.

Also liebe Uschi – komm nach Erfurt!

 

Zur Petition geht’s hier: http://www.change.org/uschi

Das WIR entscheidet? – Eine Stellungnahme zu Christoph Matschies Facebook-Statement

 

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Wer entscheidet denn nun lieber Christoph Matschie?

 
Nach einer Kampagne, die mit einem großem „Wir“ getragen wurde, scheint dies nicht für die eigene Partei zu gelten. Ein „Wir“, welches auch innerhalb der Partei gelten sollte, wandelt sich mal wieder in ein diktierendes „Ich“ um. Ein Mitgliederentscheid über die Koalitionsvereinbarung, der von allen Mitgliedern getragen wird, ist scheinbar zu modern, gar zu rebellisch für ein Parteimodell in dem oftmals von oben diktiert wird. Stattdessen wird auf die Kriterien „bekannt und bewährt“ abgestellt.

Von Delegierten auf einem Parteitag hat man in solchen Angelegenheit weniger zu fürchten. Denn genügend von ihnen sind schon mit dem Parteimodell vertraut: „ich sage und so wird gewählt, ansonsten nehme ich es persönlich“. Eigentlich müsste man dir ja danken. Denn immerhin weiß jede_r nach deiner Äußerung gegenüber dem MDR, wie es bei uns funktioniert.

So gewinnt man Mitglieder und Respekt gegenüber der Basis. Zählt man als einfacher Basisdemokrat überhaupt noch in der Partei? Deine Blicke reichen über uns hinweg und wenn es so weiter geht, musst du aufpassen, dass es beim nächsten Unwetter nicht in deine Nase hineinregnet. „Wir“ vergessen nicht Chirstoph, „Wir“ machen den Wahlkampf und „Wir“ werden bei den Kommunalwahlen mitentscheiden. Du wirst von uns getragen und nicht von dir selbst. Bei glorreichen 16,1 % hätte eigentlich ein Umdenken einsetzen müssen.

Stattdessen schmiedest du wohl schon Pläne für die Zukunft, wie es die SPD schaffen kann, noch weniger WählerInnenstimmen zu gewinnen…..

 
Mit sozialistischen Grüßen,

Deine rebellischen JungsozialistInnen  und BasisdemokratInnen aus Erfurt,
Kevin Groß und Markus Gortan

Aktion „Pfand gehört daneben“ in Erfurt angekommen

Am Sonntag, den 11. August 2013, haben wir Jusos gemeinsam mit den InitiatorInnen des Erfurter Ablegers der bundesweiten Kampagne „Pfand gehört daneben“ im Kleinen Venedig sogenannte Pfandkisten gebastelt und an die Laternen gehängt. Menschen können nun ihre leeren Pfandflaschen in die Pfandkisten stellen und somit den Erfurter PfandsammlerInnen beim Sammeln helfen.

Kevin Groß von den Erfurter Jusos meint dazu: „Die sogenannten Pfandkisten sind für uns eine ganz einfache Art von gelebter Solidarität, schnell gebastelt sorgen dafür, dass PfandsammlerInnen ohne in den Müllereimern herumkramen zu müssen mühelos an die Flaschen kommen.

Glenn Bienert von „Pfand gehört daneben“ ergänzt: Das kramen in Mülleimern birgt für die PfandsammlerInnen erhebliche Gefahren. Schnell verletzt man sich beim Pfandsammeln am Müll in den Eimern.“

Oft müssen Menschen leider Pfand sammeln, um ihre niedrige Rente oder Sozialleistungen aufzubessern. Auch in Erfurt sieht man immer mehr Pfandsammlerinnen und Pfandsammler.

Kevin Groß sieht den Umstand, dass Menschen in Deutschland überhaupt Pfand sammeln müssen kritisch: „Deutschland sei ein reiches Land in dem prinzipiell niemand auf den sogenannten Müll von anderen angewiesen sein müsste wenn es endlich eine gerechte Verteilung der Vermögen geben würde.“

Die Aktion kam bei PassantInnen und TouristInnen jeden Alters gut an. Darauf angesprochen „Was wir hier denn täten?“ erklärten wir den Menschen, um was für eine Aktion es sich hier dreht und bekamen durchweg positive Resonanz. Oft wurde uns auch gesagt, dass es eine gute Möglichkeit sei, die Müllereimer in der Sommerzeit vorm Überquellen zu bewahren.

Viele Erfurterinnen und Erfurter wussten bereits von der bundesweiten Aktion und freuten sich, dass sie nun auch in Erfurter verwirklicht werde.

Gemeinsam mit den InitiatorInnen von „Pfand gehört daneben“ wollen wir am kommenden Samstag auf dem Kleinstkunst- und Freiraumfestival „Celebrache“, auf der Brachfläche in der Hans-Sailer-Straße 79, weitere Kisten bauen und für die Aktion werben. Dort freuen wir uns natürlich über tatkräftige Unterstützung!

Im Gespräch mit der Stadtverwaltung wollen wir Jusos natürlich für eine dauerhafte Alternative zu den Pfandkisten werben. Andere Städte, wie beispielsweise Wiesbaden haben hier schon reagiert und für wenig Geld Pfandringe an die städtischen Mülleimer installiert.