28 Jahre Deutsche Einheit. Eine Erfolgsgeschichte? Gedanken zum #TdDE18

Geboren 1991 aufgewachsen im geeinten Deutschland. Die Geschichte schnell erzählt, denn sie ist eine typisch ostdeutsche im geeinten Deutschland. Kindergarten, Schule, Ausbildung. Die Eltern wurschtelten sich nach Ausbildung in der DDR durch Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigung, Umschulungen und Jobs unterhalb der Armutsgrenze bis ins Normalarbeitsverhältnis. Sie stehen heute 28 Jahre nach der Wiedervereinigung in Punkto Einkommen und Vermögen wo die meisten Westdeutschen mit Eintritt ins Erwerbsleben stehen – am Anfang. Ich selbst bin jung genug, um die Veränderungen mit der Wende und die Zumutungen der DDR nicht miterlebt zu haben, die meine Elterngeneration erlebt hat. Ich schätze die Freiheiten, bin gleichzeitig angewidert vom kapitalistischen Normalzustand im vereinten Deutschland und die Fragen bleiben:

Warum sind im Osten die Häuser saniert, aber die Löhne reichen, trotz Mindestlohn, nicht zum Leben? Warum ist im Osten ein Großteil des ständigen Prekariats beheimatet?

Warum arbeiten unsere Eltern auf eine Rente in Armut hin? Warum sah die Politik bei der Einführung von Hartz IV nicht, dass Langzeitarbeitslosigkeit im Westen andere Ursachen hat, als im Osten?

Warum ist die Eigentumsquote der Ostdeutschen in Ostdeutschland verschwindend gering? Was hat unsere Elterngeneration gemacht als Treuhand, Kohl und Westbeamte mit Buschzulage kamen, um ihre Betriebe zu schließen?

Arbeiten die Maschinen in Westdeutschland eigentlich immer noch, die im Osten abmontiert wurden?

Warum wird ostdeutsche Spitzen-Politik und die Leitungsfunktionen in der öffentlichen Verwaltung von Westdeutschen dominiert?

In diesem Sinne: FUCK KOHL!

 

Kevin Groß 

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