Demonstrantin bei Protesten gegen Thügida den Arm gebrochen. Jusos fordern rasche Aufklärung von Polizeichef Loyen.

Im Vertrauen wandte sich am Dienstag eine junge Studentin an die Jusos Erfurt. Sie nahm an den Protesten gegen das extrem rechte Bündnis Thügida, rund um Tommy Frenck und David Köckert, teil. Hierbei wurde sie so schwer verletzt, dass sie eine Nacht im Krankenhaus verbringen musste.

Nachdem die GegendemonstrantInnen den Thügida-Zug erfolgreich vom geplanten Ziel, dem Flüchtlingsheim, umleiten konnten, gab es für sie nur die Möglichkeit sich Richtung Bahnhaltestelle zu bewegen. Ab dem Punkt verlor die Polizei die Kontrolle und versuchte die DemonstrantInnen zurückzuhalten. So kam es zum Ende der Veranstaltung zu einer unvorhersehbaren und unangekündigten Abwehraktion der Bereitschaftspolizei gegen die Demonstrierenden. Eine Gruppe von Polizisten rannte dabei ohne Vorwarnung direkt in die DemonstrantInnen hinein.

Die junge Frau erlitt bei diesem Einsatz eine Armfraktur, Beckenprellungen, mehrere Schürfwunden und Blutergüsse.

Auch der Juso-Sprecher Toni Lütgenau war in dieser Gruppe, die absolut friedlich agierte und niemanden provozierte. Er beschreibt die Situation so, dass eine Einsatzhundertschaft ohne jeglichen ersichtlichen Grund losrannte und versuchte mit jedem Mittel Raum zu gewinnen. Teile dieser Auseinandersetzung finden sich auch auf Youtube. Zurzeit sammeln die Erfurter Jusos Filmmaterial, um ein Prozess gegen die betreffenden PolizistInnen anzustrengen. Toni Lütgenau aus dem Sprecherrat dazu: „Wir werden unseren Teil tun, um die Beteiligten rechtsstaatlich zur Verantwortung zu ziehen. Das erwarten wir auch von Herrn Loyen, der jetzt unter Beweis stellen muss, dass seine Bereitschaftspolizei nicht ein wild um sich knüppelnder Haufen ist.“

Der Name der jungen Studentin, als auch des betreffenden Einsatzgruppenführers ist den Erfurter Jusos bekannt.

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