Neubau der Brücke nicht vor den Baum fahren!

In der Diskussion um den Neubau der Rathausbrücken melden sich jetzt auch die Erfurter Jusos zu Wort und appellieren an den Erfurter Stadtrat, zu seinen gefassten Beschlüssen und somit zu seinen getroffenen Entscheidungen zu stehen.

„Stadtrat und Verwaltung müssen das Wohl der gesamten Stadt im Auge haben und die Interessen aller abwägen. Dazu gehört die Erschließung des Innenstadtquartiers ebenso wie die kulturelle Weiterentwicklung der Stadt und Sicherheitsaspekte bei Großveranstaltungen“, so Juso- und SPD-Kreisvorstandsmitglied Natalja Scharonin. Zudem sei der finanzielle Aspekt von besonderer Bedeutung: „Sollte der Stadtrat am 15. April gegen seine bestehenden Beschlüsse und für eine Neuplanung entscheiden, geht der finanzielle Verlust nahezu in Millionenhöhe, das können wir uns in Zeiten knapper Kassen, wo wir jeden Euro dreimal umdrehen, bevor wir ihn ausgeben, nicht leisten!“ Bislang wurden 245.000 EUR in die Planung investiert, diese wären nahezu für umsonst ausgegeben. Die Fördermittel des Freistaats für den Realisierungswettbewerb, der den Planungen vorausgeht, müssten inklusive Zinsen zurückgezahlt werden, rund 90.000 EUR. Die bereits zugesagten Fördermittel für den Bau in Höhe von 595.000 EUR stünden in Frage. Zudem ist eine Neuplanung mit 168.000 EUR veranschlagt. „Das Geld, was zurückgezahlt und neu ausgegeben werden muss, können wir besser anlegen, so zum Beispiel in die soziale Kinder- und Jugendarbeit oder in die Integrationsprojekte“, führt Justin Witzeck, ebenfalls Juso- und SPD-Kreisvorstandsmitglied weiter aus.

„Wir möchten Erfurt als eine erlebbare Stadt sehen, die sich mit ihren kulturellen und touristischen Angeboten weiterentwickelt zum Wohle aller Erfurterinnen und Erfurter und als Magnet für Besucher aus nah und fern. Der Ruf nach mehr Bürgerbeteiligung ist ernst zu nehmen. Aber dazu muss Bürgerbeteiligung genau definiert werden und zur richtigen Zeit ansetzen. Die Stadtverwaltung ist dazu mit ihren Vorbereitungen für eine entsprechende Satzung auf einem guten Weg“, so die Jusos.

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