Rechte Hooligans bekommen kalte Füße: HoGeSa in Erfurt „verschoben“

Die für Sonntag, den 15.03. geplante Demonstration rechter Hooligans unter dem Motto „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) wurde nach Angabe der Facebook-Präsenz des Veranstalters „Gemeinsam-Stark Deutschland e.V.“ verschoben. Statt in Erfurt soll die als gewaltbereit bekannte Gruppierung nun in Hamburg und Wuppertal aufmarschieren.

Ausdrücklich wolle der Veranstalter nur von einer Verschiebung sprechen, die dazu diene die gewalttätigen Kräfte der rechten Hooliganbewegung zu einen. Stattdessen wolle der Veranstalter zu den rechten Aufmärschen in Hamburg und Wuppertal mobilisieren, um den „Salafisten direkt die Stirn zu bieten“. Besonders betont der kahlköpfige Protagonist im Video der GSD e.V. zum Thema, dass es sich nur um eine Verschiebung und nicht um eine Absage handelt. Eine Entwarnung, dass Erfurt vor dem planmäßigen NPD-Aufmarsch am 1.Mai also nicht zum Tummelplatz der extremen Rechten wird, kann nicht gegeben werden.

Der Juso-Stadtrat Kevin Groß vermutet hinter dem Vorgehen des GSD e.V. eine einfache Taktik, bei der zuerst das Klientel der rechten Bewegung geeint werden soll, bevor es zu einem großen Aufmarsch, in der logistisch gut gelegenen, Stadt Erfurt geht. Die Verschiebung solle zudem in der Zivilgesellschaft Verwirrung stiften. „Alles in allem kann mit der Verschiebung attestiert werden, dass die rechten Hooligans nicht mit dem energischen Widerstand der Erfurter Zivilgesellschaft gerechnet haben.“

Nach dem Bekanntwerden der Demonstrationsabsicht gründete sich in Erfurt ein überparteiliches Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Akteuren jeglicher Couleur, das die Blockade der Veranstaltung als Ziel formulierte. Justin Witzeck aus dem SprecherInnenrat der Jusos Erfurt dazu: „Egal ob die Veranstaltung nun abgesagt oder verschoben ist, mit dem zivilgesellschaftlichen Widerstand haben Nazis in Erfurt zu Recht zu rechnen. Verschoben ist nicht aufgehoben, wir werden uns weiterhin mit dem Problem beschäftigen.“

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