Jusos enttäuscht über SPD-Ergebnis. Der Wechsel bleibt dennoch möglich!

Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses der Thüringer Landtagswahl zeigt sich die Jugendorganisation der Erfurter Sozialdemokratie enttäuscht über das Ergebnis
für die SPD und spricht sich zugleich klar für eine Regierungsbeteiligung der SPD an einem Bündnis links der gesellschaftlichen Mitte aus. Diese Sondierungen sollte der Erfurter OB Bausewein führen.

Der Sprecher der Jusos Erfurt, Justin Witzeck, dazu: „In den letzten zwei Monaten haben wir jungen GenossInnen an Infoständen, auf Podien und im Bürgergespräch für eine starke SPD und eine sozialdemokratische Politik in Thüringen gestritten. Leider haben uns die WählerInnen nicht das Vertrauen geschenkt, das wir es uns erhofft hatten.
Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass es vielen BürgerInnen an einer klaren Wechselperspektive mit eindeutiger Koalitionsaussage gefehlt hat. Das herumlavieren und der inhaltsfreie Wahlkampf hat bei den WählerInnen nicht funktioniert. Dafür haben wir jetzt die Quittung bekommen. Dass umfassende personelle Konsequenzen unvermeidlich sind, sollte bei dem traurigen Ergebnis klar sein. Dabei wären zuerst die Spitzenkandidatin und der Parteivorsitzende zu nennen, dies sind immerhin ebenjene Personen, die schon 2009 für die gescheiterte Sondierung eines rot-rot-grünen Reformbündnisses verantwortlich waren. Trotz des enttäuschendes Ergebnisses gilt es, die eigenen GenossInnen bei der Mitgliederabstimmung ins Boot zu holen und gemeinsam für einen politischen Wechsel in der Thüringer Staatskanzlei zu sorgen.“ Justin Witzeck fordert dazu auf, zuerst mit Bündnis 90/Die Grünen und der Partei DIE LINKE Sondierungsgespräche aufzunehmen.

Erfreulich ist das Abschneiden der Erfurter KandidatInnen. Diese hatten entgegen dem Landestrend zugelegt. Dies müsse sich im zukünftigen Landesvorstand widerspiegeln. Es kann nicht sein, dass überaus erfolgreiche Personen, wie der Erfurter OB Bausewein, der bei jeder Wahl hervorragend abgeschnitten hat, weiterhin nur in zweiter Reihe stehen .

Der Erfurter Juso-Stadtrat Kevin Groß ergänzt, dass sozialdemokratische Politik in Thüringen nur mit rot-rot-grün möglich sei und gerade die Landeshauptstadt zeige, dass Politik von und mit Links möglich ist. Kevin Groß dazu: „Natürlich gestehe ich ein, dass eine progressive und linke Regierung schwieriger zu steuern und zu organisieren ist , vor allem weil wir damit auf Landesebene noch keine Erfahrung haben, dafür ist mit ihr auch eine sozialere Politik für Alle machbar. Nicht zuletzt brauchen wir einen Wechsel, damit die CDU endlich in die Opposition und damit weg von den Schweinetrögen kommt! Die erfolgreiche Linkskoalition in Erfurt zeigt seit vielen Jahren, dass es möglich ist.“

Die Jusos werden sich in den kommenden Wochen vehement dafür einsetzen, dass in Thüringen eine andere, sozialere Politik machbar wird.
“Reformvorhaben wie das Bildungsfreistellungsgesetz, bessere Schulen und Kitas und eine humanerer Umgang in der Flüchtlingspolitik waren mit der CDU leider nicht durchzusetzen” meint Justin Witzeck abschließend.

Zum Schluss dankten die Jusos allen WählerInnen, die der SPD ihre Stimme gaben.

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